Archiv für April 2011

the one and only!


Oliver Barth, Simon Brüggemann, Simon Duckheim, Frank Engster,
Stephan Grigat, Christine Kirchhoff, Dirk Lehmann, Rüdiger Mats, Lars Quadfasel, Roswitha Scholz, Sonja Witte
und viele andere mehr referieren unter anderem zu Sklaverei und postkolonialer Geschichtsschreibung, Identität und Tausch bei Adorno, zur historischen Entwicklung linker Revolutionstheorien, zu Begriff und Gegenstand des Postnazismus, Gesellschaftskritik und Psychoanalyse, Emanzipation und Naturbeherrschung, zur Ökonomie des Realsozialismus, zur Kritik der Gruppe Gegenstandpunkt und dem Abstraktionstabu im Feminismus… wir freuen uns auf Euch!

lesehinweis in nicht ganz eigener sache: wenn alle kommunisten wie du wären <3

Die lieben GenossInnen von TOP B3rlin plus Aeschbacher, Bartz, Blechschmidt, Conne Island, Dath, Dellwo, Ditfurth, Dreckmann, Gercke, Glawischnig, Gremliza, Hethey, Hoger, Kamerun, Politt, Rellöm, Riess, Schamoni, Schmidt, Spilker, Teichmüller, Thomayer, Venske, Volkert, Weber und Willemsen widmen dem Genossen Ebermann eine Antifestschrift (zum Geburtstag)
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„Eine programmatische Lücke“

Die Ab­sa­ge der Ver­an­stal­tung „Die Nakba – Flucht und Ver­trei­bung der Pa­läs­ti­nen­ser 1948“ schlug bis­lang hohe Wel­len. Als erste Re­ak­ti­on kün­dig­te der Ver­ein „Flücht­lings­kin­der im Li­ba­non“ eine Klage gegen die VHS an, da die­ser in der Ab­sa­ge einen Ver­trags­bruch sieht. Fol­gend wurde die As­so­zia­ti­on gegen An­ti­se­mi­tis­mus und Is­rael­feind­schaft auf diversen Internetseiten so­wohl als „Ver­hin­de­rer“ als auch als „Nak­ba-​Leug­ner“ be­zeich­net. Dass es weder um das bloße Ver­hin­dern der Aus­stel­lung, noch um das „Leug­nen“ der Ge­scheh­nis­se vom Jahr 1948 geht, als viel­mehr um eine grund­le­gen­de Kri­tik an der geschichtsrevisionistischen Aus­rich­tung der Aus­stel­lung, scheint nicht begriffen wor­den zu sein. Um die Kri­tik an der Ausstellung und noch ein­mal zu un­ter­mau­ern, folgt an die­ser Stel­le die auf der Kund­ge­bung vom 26.​03.​2011 ge­hal­te­ne Rede des Bünd­nisses An­ti­deut­scher Kom­mu­nis­tin­nen aus Müns­ter:

Eine programmatische Lücke

Die VHS Düsseldorf, in deren Eingangshalle vom 16. bis 31. März die Ausstellung “Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948” gezeigt wird, nennt sich: „bis heute den Werten eines demokratischen und humanistischen Menschen- und Gesellschaftsbildes sowie weltanschaulicher Unabhängigkeit verpflichtet“ „und steht für ein vielfältiges Bildungsangebot, für verlässliche Qualität, Offenheit für alle Bürgerinnen und Bürger.“1

Es darf also den Verantwortlichen dieses Weiterbildungszentrums unterstellt werden, dass sie ein Zeigen der Ausstellung nicht in Konflikt mit jenen Werten und Zwecken sehen. Nun mag es dem kritischen Geist durchaus ‚lehrreich’ sein, sich die Ausstellung hier oder andern Orts anzusehen.2 Die „weltanschaulich[e] Unabhängigkeit“ oder die gepriesene „verlässliche Qualität“ ist allerdings schwierig aufzutreiben.

Eine komische Geschichte

Sieht man sich die durchaus professionell gestylten Folien an, aus denen die Ausstellung besteht,3 fällt vor allem eines auf: Es wird aus der Gesichte erzählt. Die einzelnen Daten und Fakten sind im Gro nicht zu bestreiten, aber auf diese Fakten kommt es eigentlich nicht an. Die Redaktion der Ausstellung will sie nicht etwa verwenden, um einen Beweis mit ihnen anzutreten, sie dienen lediglich zur Werbung für ein festgelegtes Beweißziel:4 eine vorgefasste Meinung und das hierzu problemlos passende Geschichtsbild, in welchem die genannten Fakten zu einer den historischen Ereignissen nicht entsprechenden Darstellung instrumentalisiert und verkürzt werden. Das Streben nach einer realistischen Betrachtung mit einem angemessenen Verständnis ist hier also weniger treibende Kraft, als der Wunsch der Vergangenheit mit Gewalt den Beweis für die eigene politische Agenda abzuringen.

Selbstverständlich versäumt es der Verein „Flüchtlingskinder im Libanon“, welcher die Ausstellung „erarbeitet“ hat, diese Motivationen oder jene politische Agenda klar herauszustellen. In der Begleitbroschüre zur Ausstellung finden sich zumindest jedoch Hinweise darauf, worum es geht. Dort ließt man unter anderem:

„Den überwiegenden Teil der Palästinenser haben diese Ereignisse dagegen zu einem Volk von Flüchtlingen gemacht, die sich ihrer Heimat und ihres Besitzes beraubt sehen, ohne Aussicht auf nationale Selbstbestimmung, geschweige denn auf Entschädigung oder gar Rückkehr.“5

Mit der Ausstellung geht es also letztlich darum, dass ein „palästinensisches Volk“ „nationale Selbstbestimmung“, „Entschädigung“ und „Rückkehr“ erlangen soll. Dass dieses „Volk“ nicht als Subjekt der eigenen Geschichte, sondern hauptsächlich als Opfer und Objekt gesteuerter Projektionen auftauchen kann, gehört dabei zur politischen Agenda.

Im weiteren Verlauf dieses Redebeitrages soll es nun aber nicht darum gehen, en Detail diesen und weitere Fauxpas in der Begleitbroschüre und auf den Ausstellungsfolien abzufrühstücken – auch, wenn ein solches Unterfangen mit den doch wenig schmackhaften Brocken einiges über die geistige Verfassung der Redaktion dieser Ausstellung offenbaren könnte, wird dies Gegenstand eines anderen Redebeitrags auf dieser Kundgebung sein.

Es soll hier hingegen vielmehr darum gehen, eine Lehrstelle der Ausstellung zu füllen. Eine Lehrstelle, die diese nicht versehentlich oder wegen mangelnder Relevanz der historischen Fakten aufweißt, sondern die eine programmatische ist.

So kennt die historische Erläuterung der Ausstellung nur wenige Epochen. Man springt von 1949 direkt in die Gegenwart, unterbreitet anschließend zur Übersicht über die „Nakba“ Karten, welche das gegenwärtige israelische Staatsterritorium umreißen und welche auch nach ’49 besetzte und annektierte Gebiete, sowie die existierenden jüdischen Siedlungen in der Westbank, als Schauplätze der „Vertreibung“ ausweisen.6

Neben der selbst gegenüber der ursprünglichen Intention des Begriffs unzulässigen Ausweitung des „Nakba“-Begriffs auf fast alle geopolitischen Konflikte um Israel, schürt diese Darstellung die Mähr eines ‚aggressiven’ und ‚imperialistischen’ israelischen Staates und lässt sich gekonnt nicht darauf ein, die Ursachen für die teils ungewollte und teils nötige Expansion Israels herauszuarbeiten – nicht zuletzt, weil das auch die Gefahr bergen würde, ein Verschulden an den Teils prekären Verhältnissen zu deutlich nicht allein bei Israel verorten zu können.

Die historische Darstellung der Ausstellung setzt aus mit dem Ende des israelischen Unabhängigkeitskrieges 1949, vorangegangen war ein „Bürgerkrieg“ im britischen Mandatsgebiet Palästina zwischen arabischen und zionistischen Milizen. Nicht behandelt werden also die für das zu Stande kommen des heutigen israelischen Territoriums relevanten Erweiterungen im Zusammenhang mit Sechs-Tage-Krieg (1967), Operation Litani (1978), erstem Libanonkrieg (1982), sowie Siedlungsbau und Errichtung des Terrorabwehrzauns (seit 2003).

Hierzu einige historische Fakten:7
Dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 war die Sperrung der Straße von Tiran für die israelische Schifffahrt, der von Nasser erzwungene Abzug der UNEF-Truppen vom
Sinai und ein militärisches Aufgebot von 1000 Panzern und rund 100.000 Soldaten an der ägyptisch/israelischen Grenze vorausgegangen. Außerdem verkündete Staatspersonal unter anderem Ägyptens und Syriens die Absicht, einen „Vernichtungskrieg“ gegen Israel führen zu wollen. Nach einem Präventivschlag kontrollierte Israel am Ende des Krieges die Sinai-Halbinsel, den Gazastreifen und das Westjordanland mit der historischen Altstadt von Jerusalem sowie die Golanhöhen. Die Sinai-Halbinsel wurde 1982, nach dem Friedensvertrag von Camp David an Ägypten zurückgegeben, Gazastreifen und Westjordanland wurden 2005 von der israelischen Armee geräumt.

Die bis heute dauernde, schrittweise Annexion der Golanhöhen hat allem voran strategische Gründe, da von dieser Stellung zum einen das Grenzgebiet überschaut werden kann, zum anderen Artillerie weite Teile Nordisraels beschießen könnte, was Syrien vor dem Sechs-Tage-Krieg auch vermehrt tat. Zudem wurden mit dem Fluss Banyas und später im Libanonkrieg 1982 mit dem Hazbani zwei wichtige Quellen der Wasserversorgung gesichert, welche Syrien seit 1964 an Israel vorbeizuleiten suchte. In den Karten der Ausstellung taucht der israelische Golan nur einmal auf, wird dort aber fälschlich als Teil Syriens angegeben.8

Die Eroberungen eines Korridors zu Jerusalem sowie der Oststadt im Sechs-Tage-Krieg gehen auf geschichtliche und religiöse Ansprüche auf jüdische Kultstätten wie die Klagemauer und den Tempelberg zurück, zu denen Juden entgegen den Zusicherungen im Waffenstillstandsabkommen von 1949 keinen Zugang hatten. In der Zeit vor 1949 war zudem die jüdische Bevölkerung aus Ostjerusalem vertrieben und das jüdische Viertel in der Altstadt zerstört worden.

Die Waffenstillstandslinien von 1967 blieben bis zu dem durch einen ägyptisch-syrischen Überraschungsangriff eingeleiteten Jom-Kippur-Krieg von 1973 die israelischen Außengrenzen. Die ägyptischen Terroranschläge hörten in der Zwischenzeit auf, die jordanischen und syrischen verringerten sich erheblich.

Ab 1968 etablierten sich die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO), die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), und andere palästinensische Gruppen im Südlibanon und nutzten das Gebiet als Basis für Terroranschläge und Angriffe auf Nordisrael. Israel reagierte mit Angriffen gegen Führungspersonal der PLO und nach dem Küstenstraßen-Massaker 1978 mit der Besetzung des Gebiets südlich des Flusses Litani. Mit dem Libanonkrieg 1982 schließlich wurde die PLO zerschlagen und zum Abzug aus dem israelischen Umland gezwungen. Bis 1985 hielt Israel den südlichen Libanon besetzt und richtete daraufhin eine mäßig erfolgreiche Sicherheitszone ein, die 2000 endgültig geräumt wurde. Einzig ein 28 km² großer Streifen am Fuße der Golanhöhen – die sogenannten Schebaa-Farmen, welche 1967 im Sechs-Tage-Krieg erobert wurden – wird von Israel weiterhin beansprucht. Auf ihm lag die Trasse der bereits erwähnten versuchten Umleitung von Quellwasser durch Syrien im Vorfeld des Sechs-Tage-Krieges und er war Schauplatz des „Abnutzungskrieges“ zwischen der PLO und Israel zwischen 1969 und 1970.9

Es ist wenig erstaunlich, dass sich die Redaktion der Ausstellung nur indirekt auf das durchaus wichtige, gegenwartsbezogene Thema des Siedlungsbaus und der Grenzen eines ‚Staates Palästina’ einlässt. Auf Folie 11 ist zu lesen:

„Die „Trennungsmauer“, die Israel vor Anschlägen schützen soll, schneidet tief in palästinensisches Gebiet und isoliert zahlreiche Ortschaften. Gaza kommt einem großen Gefängnis gleich, dessen Land-, Luft und Seegrenzen von Israel kontrolliert werden.“10

Warum es aus israelischer Sicht nötig sein muss, Ein- und Ausgang in den Gazastreifen wie in die Westbank zu kontrollieren, dazu schreibt man wenig.
Der Terrorabwehrzaun, welcher seit 2003 zwischen dem israelischen Kernland und dem Westjordanland errichtet wird, hat neben dem deutlichen Rückgang von Selbstmordanschlägen und dem Scheitern von Aufrufen zu einer ‚dritten Intifada’ (2008 und 2010) vor allem die Konsolidierung der israelischen Staatsgrenzen zur Folge. Diesem Ziel diente auch die teilweise mit Gewalt erwirkte vollständige Aufgabe der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen 2005 und die damit verbundene Räumung von 4 Siedlungen im Westjordanland.

Die Redaktion der Ausstellung indes lässt es sich nicht nehmen, eine Karte einzuflechten, die immer noch die 2005 geräumten Siedlungen beinhaltet und die ein „arabisches Gebiet“ offensichtlich an den Waffenstilstandsgrenzen von 1949 festmacht – zur Erinnerung: die Ausstellung wurde 2007 fertiggestellt.11

Bilanzierend lässt sich also feststellen, dass Israel mit Nichten einem ‚Imperium’ gleich an Gebieten außerhalb des israelischen Kernlandes festhält, welche nicht zur Absicherung der eigenen Bevölkerung und der Lebensfähigkeit des Staates notwendig wären. Auch trat Israel in keinem dieser Konflikte als ‚Agressor’ auf – und die Betrachtung anderer Konflikte wird dem keinen Abbruch tun. Die einzige ‚Agression’, die vom jüdischen Staat ausging und geht ist seine blanke Existenz, welche von zionistischen Kräften nach dem Überfall der arabischen Staaten in der Nacht der Unabhängigkeitserklärung Israels unverrückbar gesetzt wurde. Diese Existenz eines Juden unter den Staaten ist es, die seine Feinde zur geopolitischen Reproduktion des Antisemitismus im Antizionismus geführt hat.

Israel bis zum Kommunismus

Nicht nur die hier kurz umrissene Lücke in der historischen Darstellung, welche jenseits der Landgewinne noch um die Sicherung wirtschaftlicher Interessen in der Sues-Krise oder weitere militärische Abwehrkämpfe gegen palästinensischen und panarabischen Terrorismus erweitert werden könnte, weißt auf das ideologische Programm des Vereins „Flüchtlingskinder im Libanon“ hin. So ließe sich beispielsweise zusätzlich anführen, dass die Vorsitzende des Vereins in einer Auseinandersetzung mit der Stadt Freiburg, welche im November letzten Jahres versuchte, das Zeigen der Ausstellung in ihren Räumen nachträglich abzusagen, brüskiert schreibt, man müsse die arabisch-israelischen Kriege und den antisiraelischen Terrorismus nach ’49 nicht einbeziehen, diese gehörten einfach nicht zum Thema.12 Oder, dass man im Einleitungstext zur Ausstellung mit dem altbekannten deutschen Vorwurf hantiert, der Staat Israel sei einzig Nutznießer der Schoah und man könne ja ohnehin nicht alles sagen, was man wolle, ohne die oktroyierten (jüdischen) Tabus zu brechen.13

Im Gegensatz zur Methode des hinter der Ausstellung stehenden Vereins „Flüchtlingskinder im Libanon“, soll in diesem Redebeitrag die Theorie, zu deren Illustration und Plausibilisierung die genannten geschichtlichen Fakten genutzt wurden, nicht vorenthalten werden.

Es gilt kurz festzuhalten:

Israel ist ein in seiner Entstehung, wie in seiner Legitimation und Konstitution einzigartiger Staat. Entstanden aus dem Zionismus als Antwort auf die weltweite Judenfeindschaft, die historisch wie aktuell aus allen Gesellschaften in Form von Antijudaismus oder eliminatorischem Antisemitismus resultiert und die grauenhafter Weise erst als die derzeit einzig mögliche Antwort erkannt wurde nach der fast vollständigen Vernichtung des europäischen Judentums. Legitimiert nicht nur als ‚Schutzraum der Überlebenden und der vom Antisemitismus verfolgten’, sondern auch als Subjektwerdung der Jüdinnen und Juden gegenüber der Geschichte, als Schutzschild des Judentums auch außerhalb Israels. Konstituiert den Erfordernissen und dem Stand der Geschichte entsprechend als lebensfähiger und jüdischer Nationalstaat in einer historischen Ausnahmesituation im Zerfall des Osmanischen Reichs.

Nur unter Anerkennung dieser Prämissen, die sich materialistisch betrachtet aus den historischen Fakten und der Analyse des Antisemitismus ergeben, ist das Handeln Israels zu beurteilen und zu verstehen. Die Ausweitung des Staatsterritoriums im „Bürger-“ wie in den arabisch-israelischen Kriegen, die ‚Produktion’ eines jüdischen Nationalvolkes, die auch militärische Durchsetzung der lebensnotwendigen wirtschaftlichen Interessen des Staates Israels, die Konsolidierung und Sicherung der Grenzen, der andauernde publizistische wie kriegerische Abwehrkampf gegen Terrorismus und feindliche Staaten – all das war und ist notwendig solange, bis die Reproduktion des Antisemitismus durch Kapitalismus und Gegenaufklärung in der freien Assoziation der Individuen in der staaten- und klassenlosen Weltgesellschaft aufgelöst worden ist.14

In diesem Sinne: Am längsten lebe Israel und für den Kommunismus.


Endnoten:

1 Vgl.: www.duesseldorf.de/vhs/index.shtml bzw. www.duesseldorf.de/vhs/uber_uns.
2 Es ist zu bedauern, dass sich nicht auch in Bezug auf die fast zeitgleiche Präsentation der zweiten „Ausfertigung“ der Ausstellung vom 10.02.-27.03.2011 in Osnabrück oder deren Gastieren in Münster 2009 ähnliche Reaktionen wie in Freiburg oder Kundgebungen wie in Düsseldorf verzeichnen lassen.
3 Dies geht auch komfortabel im Internet: www.lib-hilfe.de/pdfs/Ausstellung_Nakba….
4 Was allerdings auch auf ein Missverständnis der möglichen Funktionen von Fakten zurückgeht. Fakten beweisen nichts, sie sind schlicht wahr oder falsch.
5 www.lib-hilfe.de/pdfs/Broschuere_Nakba.pdf, S.3.
6 Vgl. va. Karte 10 und 11 auf Folien 7 und 8, aaO (Fußnote 3).
7 Die aufgeführten Fakten kann man sich in jedem ansatzweise anständigen Geschichtsbuch anlesen. Im Notfall ist selbst ‚Wikipedia’ hinreichend, sie nachzuprüfen. Für die weitere Beschäftigung sei außerdem zur kritischen Lektüre hingewiesen auf: Yaacov Lozowick, Right to Exist.A Moral Defense of Israel’s Wars, Doubleday, New York 2003 – bzw. in deutscher Sprache: Yaacov Lozowick, Israels Existenzkampf.Eine moralische Verteidigung seiner Kriege, Konkret Literatur, Hamburg 2006 (mittlerweile auch günstig als Lizenzausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung zu erstehen).
8 Vgl. Karte 12 auf Folie 9, aaO (Fußnote 3).
9 Auch dieses „besetzte Gebiet“ ist in der Ausstellung nur auf Karte 12 und als Syrien zugeschriebenes Territorium zu sehen (vgl. Fußnote 8 ).
10 aaO (Fußnote 3).
11 Für die Karte vgl. Karte 11 auf Folie 8, aaO (Fußnote 3); für die Fertigstellung der Ausstellung vgl. Broschüre zur Ausstellung, S.30, aaO (Fußnote 5).
12 vgl. www.lib-hilfe.de/pdfs/Salomon_Schreiben…, S. 2-3. Eine entsprechende Pressemitteilung der Stadt Freiburg ist zu finden unter: www.lib-hilfe.de/pdfs/04-11Pressemittei… – Selbstverständlich ist eine Zensur nicht im Sinne der Autor_innen. Sinnvoller gewesen wäre eine kritische Begleitung und Kontextualisierung, wie sie in Freiburg (nachdem das zuständige Verwaltungsgericht das Zeigen der Ausstellung durchsetzte) schließlich zumindest durch einen Vortrag geschehen ist (vgl. dazu: www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1233507….
13 „Die aus der Ermordung von Millionen Juden im Nationalsozialismus erwachsene deutsche Schuld hat dazu geführt, dass Gesellschaft, Politik und Medien ganz überwiegend das israelische Verständnis dieses Zeitabschnitts verinnerlicht haben. Dadurch wurde der Blick auf das Leid des palästinensischen Volkes verstellt. Die Thematisierung der Flucht und Vertreibung dieser Menschen, erst recht ihrer Forderungen nach Rückkehr und Entschädigung, gilt bis heute vielfach als Tabubruch.“ – Broschüre zur Ausstellung, aaO (Fußnote 5).
14 Eine weitere Ausdifferenzierung und Erklärung dieser Grundlinien konnte im Zuge dieses Redebeitrages nicht geleistet werden. Es wird hier verwiesen auf einen weiteren Redebeitrag während der Kundgebung, der mit ‚der Kommunismus und Israel’ thematisch umrissen wurde. Zur vertiefenden Lektüre ist wärmstens empfohlen: Initiative Sozialistisches Forum (Hg.), Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten.Über Israel und die linksdeutsche Ideologie, ça ira-Verlag, Freiburg 2002.

Alle Weblinks wurden zuletzt am 26.03.2011 abgerufen.