Literatur

leseempfehlung

Zur Idiotie des Landlebens hat einer der einflussreicheren ideologischen Ziehväter des ‚Salon‘ schon einiges gesagt, dennoch lohnt ein Blick in das neue Dummy Magazin zum Thema Provinz. Zur Idiotie des Stadtlebens dagegen fehlen noch einige schräge Zwischentöne. Wohin das gehen könnte zeigt Leo Fischer in der neuen Titanic zum allseits präsenten Thema: Das Berghain.

Als Leseempfehlung mal wieder der hier:

.. und das Profil der Fundus Reihe von Philo Fine Arts nimmt langsam Form an. Nach Clement Greenberg jetzt auch Rosalind Krauss!

P.S. Vormerken: Celebrate*Liberation*Reeducation am May 8th im AZ Mülheim mit dem Intro der neuen Partyreihe Tanzflur

Buch: The Anti Enlightenment Tradition

Titel: The Anti-Enlightenment Tradition
Autor: Zeev Sternhell
Verlag: Yale University Press, 2009
Länge 544 Seiten

iz3w und a3w saar

Ein besonders eindringlicher Lesehinweis ist die ‚traditionsreiche‘ Freiburger Zeitrschrift ‚iz3w‘.
Die Anfänge liegen in der internationalistischen Soliszene der 70er und entwicklungspolitischen Linken, mittlerweile liegt das Projekt herrlich zwischen allen Stühlen und Fronten und beweist dennoch Linie..
Allein der Blick ins Inhaltverzeichnis der aktuellen Ausgabe ‚No, he can‘t- US-Außenpolitik in alten Mustern‘ zeigt das Potential dieser regelmäßigen publizitischen Tätigkeit und gibt ein Niveau vor, von dem ein Großteil der Linken derzeit traurigerweise nichts wissen will:
z.B. Völkische Projektionen – Antisemitismus in der ethnologischen Afrikaforschung, Immer auf der Kippe – Die USA und ihr wechselhaftes Verhältnis zu Israel, Lateinamerika hegt gegenüber Obamas Politik keine großen Hoffnungen mehr, So einfach ist es nicht – Eine Replik auf die Kritik der Ausstellung »Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg«, Ich bin wer – Das postkoloniale Fotoprojekt Stagings Made in Namibia,
Tatortbesichtigung – Postkoloniales und Rassistisches in der sonntäglichen Krimiserie, Trans-Formiert! – Das erste Festival für Transgender-Identitäten in Buenos Aires
u.v.m.

Abokonditionen gibt es hier

Ebenfalls interessant und wichtig ist die aktuelle Flugschrift der Aktion 3.Welt Saar und Emanzipation und Frieden Stuttgart. Unter dem Titel ‚Bye, Bye Multikulti- Es lebe Multikulti‘ wird in einem pointierten Text die ‚multikulturelle Gesellschaft‘ in ihrer dunkelsten Zeit, angesichts des Rassismus eines Thilo Sarrazins, dem Kampfbegriff der Islamophobie, der Reaktualisierung des Patriarchats durch Kopftuchzwang und Ehrenmorde, gegen ihre Feinde und Liebhaber verteidigt.

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HATE

Die Palette der Argumentationskompetenz linker ‚Gentrifizierungskritiker‘ geht vom Niveau des ‚Die Yuppie Scum‘ Shirts aus dem Red Stuff Versand (und ähnlichen Parolen an Häuserwänden in Düsseldorf-Flingern) bis zum ‚Not in our name‘ Manifest der nahezu kompletten linken Hamburger Kulturszene.
Dass die wesentliche Pionierarbeit zur Stadtaufwertung aber gerade von Linken und Künstlern vollzogen wird, und der Kiez um so cooler erscheint je mehr diese Szenen ihre Spuren hinterlassen, fällt dabei meistens unter den Tisch. In der neuen, auch ansonsten wieder lesenswerten, HATE bringt u.a. Laura Ewert die Sache auf den Punkt.. ..weiterlesen (extern).

Tipp: Plakatwahl

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Das beste politische Plakat 2009 kann
hier gewählt werden. Eine nicht ganz unparteiische Wahlempfehlung ist z.B. folgendes Schmuckstück von kritikmaximierung